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Der kleine Michael oder: Reisefreiheit und freie Marktwirtschaft

Es gibt Menschen, die verbringen ihr ganzes Leben mit Warten.
Sie warten auf den Zug, der natürlich, wenn es sich denn um keinen Godot-Zug handelt, immer zu spät kommt.
Sehr zum Leidwesen des kleinen Michaels.
Der würde jetzt lieber zu Hause auf Weihnachten warten.
Obwohl dem kleinen Michael gerade das Warten auf Weihnachten sehr schwer fällt, da der Sommer sich gerade erst verabschiedet hat.
Doch jetzt gibt es konkrete Planungen zum Weihnachtsmarkt in Zweibrücken.
Und jetzt wartet der kleine Michael sehr gerne auf Weihnachten.

Durch die Oberbürgermeister-Wahl in Zweibrücken, so der kleine Michael, ändert sich jetzt auch noch die politische Landschaft.
Da werden Hüte in Ringe geworfen und jetzt wartet er ab, wie sich der Rat zusammensetzt.

Und der kleine Michael hat erfahren, dass die bösen Saarländer die Einkaufserlebnislust torpedieren wollen.
Ja, am 15. August haben wir in Zweibrücken „unseren Saarländer-Tag“.
Und jetzt schießen die Saarländer mit Torpedos, weil die Homburger an diesem Tag einen verkaufsoffenen Feiertag planen.
Das versteht der kleine Michael nicht. Und jetzt wollte er auch nicht mehr einfach nur abwarten was passiert.

Er fragt und erwartet eine Antwort.
Was tut jetzt der Gemeinsamhandel Zweibrücken und die für das Stadtmarketing verantwortliche Petra Stricker?
Sie antworten nicht. Eine Frechheit.
Wo bleibt die Antwort? Sie kommt einfach nicht, genau so wie dieser verfluchte Godot.

Wladimir und Estragon, beides flüchtige Juden aus dem 11. Pariser Arrondissement, warten auf ihren Fluchthelfer Godot.
Godot ist ein Schleuser der Résistance, der Wladimir und Estragon aus dem von den Nazis besetzten Frankreich in die italienische Zone schmuggeln sollte.
Und so sitzen Wladimir und Estragon auf einer trockenen, kalkigen Hochebene der Südalpen und warten auf ihren Retter.
Man kann sich leicht vorstellen, dass dies keine angenehme Wartesituation für die beiden war.
Doch ihr Retter kann offenbar nicht kommen, da dieser Godot nicht über die notwendige Reisefreiheit verfügt.

Das steht allerdings nicht im Wikipedia-Eintrag, den der kleine Michael gelesen hat.
Und so wartet der kleine Michael auf den Zug, Weihnachten, auf die Zusammensetzung des Rates und alles was noch so ansteht.

Wladimir und Estragon hätte ich gewünscht, dass Godot gekommen wäre.
Doch auch ihr Warten hatte ein Ende, und sie mussten ihr Leben fortsetzen.

Dem kleinen Michael wünsche ich, dass er nicht auf das Leben wartet, sondern sein Leben lebt.

Gerne darf er anderen auch Fragen stellen, denn vielleicht ist der kleine Michael von Beruf Journalist.
Nur sollte er sich seine Fragen gut überlegen, dann bekommt er auch ganz bestimmt Antworten.

Einfach mal folgende Begriffe „googlen“: Reisefreiheit und freie Marktwirtschaft.
Lieber Michael, da findest du die Antwort auf Deine Frage an Godot, Michel und Stricker.