Die Kreuzmethode: die Beziehung zum Mitarbeiter

Der Mitarbeiter – das unterschätzte Kapital?

Große Unternehmen haben längst erkannt, dass der Mitarbeiter ein wichtiger Faktor für den geschäftlichen Erfolg darstellt. Man bezeichnet die Mitarbeiter auch als das Humankapital eines Unternehmens.

Was machen die großen Unternehmen anders?

Deshalb investieren die großen zukunftsorientierten Unternehmen auch in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter und sorgen sich um ein gutes Arbeitsklima. Obgleich der Begriff „Humankapital“ von vielen als ein Unwort des Jahres gesehen wird, wollen wir die neue Sichtweise auf den Mitarbeiter und seine Wertschätzung an dieser Stelle zunächst einmal positiv einschätzen.

Inwieweit hat sich diese Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeiter auch bei Kleinunternehmen durchgesetzt?

Worin liegt der Unterschied zum Großunternehmen?

In Großunternehmen wird die Wertschätzung des Mitarbeiters durch die Einführung von flexiblen Arbeitszeiten gesehen. Auch firmeneigene Kindergärten, die die Mitarbeiter entlasten und verschiedene Freizeitangebote sowie Weiterbildungen werden hier angeboten.

Dies ist für kleine Unternehmen nur selten erreichbar und klappt nur, wenn sich die kleinen Geschäfte zusammenschließen.

Die Einzelhändler geben einer Stadt ihr Gesicht.

In Zweibrücken wird in dieser Hinsicht durch Stadtmarketing und Gemeinsamhandel eine Menge organisiert, um das Interesse für Zweibrücken zu verstärken. Der Kleinunternehmer hat durch die Nähe zu den Mitarbeitern die Chance, aus seinen Mitarbeitern ein Team zu bilden, in das er selbst als Teamchef integriert ist.

Was sind die Fragen für einen Teamchef in Bezug auf seine Mitarbeiter?

  • Wie nutze ich die persönliche Fähigkeit und Erfahrung meines Mitarbeiters für mein Geschäft?
  • Durch welche Fähigkeiten zeichnen sich meine Mitarbeiter besonders aus?
  • Wie kann ich diese Talente so einsetzen, dass sie den höchsten Nutzen für den Mitarbeiter und das Team des Unternehmens einbringen?
  • Welche Aktivitäten schaffen einen Wert? Welche steuern dagegen?
  • Welche Faktoren vergrößern den Wert und wo bestehen Risiken?

Analysieren Sie nicht nur Ihre Mitarbeiter, sondern auch Ihr Team und Ihre Abteilungen!

Hierbei ist es wichtig, die Fähigkeiten der Mitarbeiter zielgerichtet im Sinne der Geschäftsziele einzusetzen. Als Teamchef erfassen, analysieren und steuern Sie diese Fähigkeiten, Entwicklungen und Beurteilungen Ihrer Mitarbeiter. Dabei sollten Sie sich an Ihren Unternehmenszielen und -visionen orientieren.

Wenn Sie das Wissen, die Fähigkeiten und Talente der Mitarbeiter zum Wohle des Unternehmens einsetzen, dann können Sie leichter eine Überforderung der Mitarbeiter vermeiden. Es steht also der einzelne Mitarbeiter genauso im Fokus wie das Funktionieren Ihres Teams.

Wie lassen sich optimaler Personaleinsatz und die Bedürfnisse der Mitarbeiter verbinden?

  • Definieren Sie deutliche Unternehmensziele und diskutieren Sie diese Ziele mit Ihrem Team.
  • Legen Sie mit Ihrem Team die Philosophie des Unternehmens fest, d.h. die wertorientierten Grundprinzipien sollten in die Organisationsstruktur integriert werden. Sie sind ein Teil der gelebten Unternehmenskultur.
  • Wichtig ist eine offene Kommunikation. Das Ansprechen von Problemen. Mitarbeiter dürfen offen sprechen und ihre ehrliche Meinung sollte gewünscht werden.
  • Fordern Sie die Mitarbeiter auf, Verbesserungen und Lösungsvorschläge zu machen, die anschließend im Team diskutiert werden können. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, was sie an Ihrer Stelle verbessern würden.
  • Natürlich ist es wichtig Maßnahmen zur Weiterbildung vorzuschlagen. Jeder Mitarbeiter sollte selbst über seine Weiterbildung entscheiden können. Vor allem muss der Teamchef mit gutem Beispiel vorangehen.
  • Wenn es mehrere Abteilungen in einem Kleinunternehmen gibt, sollte jeder Mitarbeiter auf jeder Position geschult werden. So werden urlaubs- oder krankheitsbedingte Ausfälle überbrückt und Engpässe vermieden. Aber auch das Team lernt sich besser verstehen und der Zusammenhalt wächst dadurch.
  • Im Rahmen des Möglichen sollte auch über flexible Arbeitszeiten nachgedacht werden. Ein Vorteil besteht darin, dass nach Auftragslage gearbeitet werden kann.

Die Krönung der Motivation

Wenn der einzelne langjährige Mitarbeiter auch finanziell am Unternehmen beteiligt wird, kann ein guter Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden werden.

Ist das Geschäft geprägt durch Freude an der Leistung und der Lust auf Verkaufen, Beraten, Verwalten und handwerkliche Tätigkeiten, findet der Mitarbeiter einen Sinn in der Arbeit, dann entsteht eine echte und tiefe Motivation.

Durch die neu gewonnene Eigenverantwortung findet Ihr Mitarbeiter Erfüllung und Wertschätzung.

Peter Schulz

Seelenarbeiter, für gute Gefühle