Erkennen Sie sich in der Kreuzmethode?

Was bedeutet Kreuzmethode?

Sie stehen mit ihrem Geschäft im Mittelpunkt eines Netzes von Beziehungen zwischen den externen Beratern (Steuer-, Finanz- und EDV-Berater), Ihren Lieferanten, den Mitarbeitern und schließlich Ihren Kunden. Diese Beziehungen bilden ein Kreuz und ihre Optimierung nenne ich die Kreuzmethode. Das heißt:

Gut ist nur der, der immer besser wird!

Die Globalisierung ist nicht mehr aufzuhalten

Wenn wir von Globalisierung sprechen, dann meinen wir die Globalisierung der Wirtschaft, d.h. die globale Vernetzung der Finanz- und Rohstoffmärkte, sowie der Waren- und Informationsströme.

Für den Bürger bedeutet es, dass er als Arbeitnehmer in Konkurrenz mit den Arbeitnehmern zumindest der Eurozone steht. Das heißt eventuell für ihn: er muss mehr leisten für weniger Lohn. Auf der anderen Seite profitiert der Bürger als Kunde teilweise auch von den vielen Billigangeboten aus Niedriglohnländern.

Für den Unternehmer heißt es:

Sie müssen sich auf einen härteren Wettbewerb einstellen. Sie müssen alle Bereiche Ihres Tätigkeitsfeldes optimieren. Für kleine und mittelständige Unternehmen wird dieser Druck immer stärker und der Weg an die Spitze immer beschwerlicher.

Die Wissenschaft bietet den Unternehmen einige Konzepte und Hilfsmittel an, um sich für die Zukunft fit zu machen.

Die Kreuz-Methode

Bei diesem Konzept stehen Sie im Mittelpunkt und von Ihnen gehen die Beziehungen aus, die es zu optimieren gilt.

  • Es sind die Erwartungen der Kunden, die Sie heraus finden müssen.
  • Ihre Mitarbeiter müssen Sie kennen und ihre Anliegen verstehen.
  • Die Prozesse ( Informations- und Produktionswege), die innerhalb und außerhalb ihres Geschäftes ablaufen, müssen eindeutig und klar formuliert sein.

Bei dieser Methode ist es wichtig, dass…

  • sich das Unternehmen Ziele setzt, die es in einem bestimmten Zeitraum erreichen will.
  • es sich mit anderen Firmen vergleicht oder sich an Brenchmarks orientiert (= Vergleich mit dem Marktführer).
  • es muss Schwächen aufdecken und beseitigen, sowie seine Stärken ausbauen.

Schließlich kommt es bei dieser Methode darauf an festzustellen,

  • wo man auf seinem Weg zum Ziel steht,
  • wo man mit welchen Mitteln Verbesserungen erreichen kann.

Wie sah die Vergangenheit aus?

Für die meisten Unternehmen waren noch vor 30 Jahren vor allem die innerbetrieblichen Abläufe von größter Bedeutung, d.h. man stellte sich die Fragen:

  • Wie können die Arbeitsabläufe möglichst schnell gestaltet werden?
  • Wie kann möglichst kostengünstig ohne Qualitätsverlust produziert werden?
  • Wo lassen sich Einsparungen vornehmen?

Der Kunde hatte dabei eigentlich nur gestört. Verkaufen war lediglich die Aufgabe der Verkaufsabteilung oder der Außendienstmitarbeiter.

Was kam danach?

Erst spät entdeckte man den Kunden als die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges eines Unternehmens. Plötzlich musste alles kundenorientiert geplant und organisiert werden.

Ein Ausdruck dieser Entwicklung wäre z.B. die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten. Aber gerade an diesem Beispiel zeigt sich, dass die Kundenorientierung auf allen Ebenen zu einer Unzufriedenheit der Mitarbeiter führte.

Das große Umdenken

In den letzten Jahrzehnten kam es in den Chefetagen zu einem erneuten Umdenken. Erste Erscheinungen dieses Denkens finden sich in:

  • flexible Arbeitszeiten
  • firmeneigene Kindergärten
  • Freizeitangebote für die Zeit nach der Arbeit oder in den Pausen.

Warum schreibe ich das alles? Was hat das mit unserem Geschäft zu tun?

Die Antwort lautet: Es gibt auch viele Parallelen zum Einzelhändler bzw. Kleinunternehmer.

Bei dieser Kreuzmethode stehen Sie im Mittelpunkt. Ihr Erfolg im Geschäft hängt zum großen Teil von Ihnen ab und wie es Ihnen gelingt die Beziehungen zu optimieren. Es sind die Beziehungen zu…

  • Ihrem Beraterstab (Steuer-, Finanz- und EDV-Berater)
  • Ihren Lieferanten
  • Ihren Mitarbeitern
  • und schließlich zu Ihren Kunden

Optimieren heißt in diesem Zusammenhang:

  • Sie sollten stärker mit Ihrem Beraterstab zusammenarbeiten und auch den einen oder anderen Ratschlag umsetzen.
  • Sie sollten – wie Ihre Mitarbeiter – Ihre Produkte genau kennen, um dadurch Fachkompetenz zu zeigen.
  • Sie sollten Ihre Mitarbeiter als Partner sehen, sie motivieren und letztlich davon überzeugen, dass sie wichtig für das Unternehmen sind.
  • Sie müssen Ihre Kunden zu Stammkunden aufbauen und neue Kunden über Weiterempfehlungen gewinnen.

Dabei geht es nicht darum, zum Weltmarktführer aufzusteigen, sondern selbst mit seinem Geschäft ein wichtiger Teil einer sozial geprägten Wirtschaftsregion zu sein, in der ein jeder seine Heimat sieht.

Das Prinzip PAPA

Für jede Einzelbeziehung bei der Kreuz-Methode kommt das Prinzip PAPA zum Tragen – nicht das Prinzip MAMA – das ist etwas anderes.

PAPA bedeutet: Planen, Ausführen, Prüfen und Angleichen.

Planen heißt, sich ein Ziel setzen. Bestimmen Sie mit ihren Mitarbeitern, was in welchen Bereichen verbessert werden soll.

Ausführen heißt, anhand der Tages- und Wochenpläne die vorgesehenen Aktionen bzw. notwendigen Verbesserungen durchzuführen.

Prüfen bedeutet, immer wieder kontrollieren, ob die gewünschten Verbesserungen eingetreten sind, ob die Aktionen den gewünschten Erfolg gebracht haben.

Angleichen heißt schließlich, die Verbesserungsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu analysieren und – falls notwendig – korrigierend einzugreifen.

Peter Schulz, Zweibrücken

Seelenarbeiter für gute Gefühle