Der Einzelhandel als deutsches Kulturgut

Warum der Einzelhandel ein deutsches Kulturgut sein sollte

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund – Hans Joachim Watzke – nannte einmal die Bundesliga ein deutsches Kulturgut. Wir meinen, dass der Einzelhandel – hier der Zweibrücker Einzelhandel – ebenso als ein deutsches Kulturgut bezeichnet werden sollte.

Die Unterstützung der Landwirtschaft ist immer damit begründet worden, dass sie zugleich als Landschaftspflege in Erscheinung tritt und damit im Dienste einer gesunden Umwelt steht. Der Einzelhandel hat im Vergleich dazu die Aufgabe das Leben in der Stadt lebendig zu gestalten. Dies ist eine wichtige kulturelle Aufgabe. Daher erscheint es berechtigt auch im Zusammenhang mit dem Einzelhandel von einem deutschen Kulturgut zu sprechen.

Ist der Einzelhandel in Gefahr?

In den letzten Jahren erwächst dem Einzelhandel neben den Discountern auf der grünen Wiese ein mächtiger Gegner. Es ist das Internet mit seiner riesigen Angebotsmenge. Obgleich Untersuchungen gezeigt haben, dass das Internet nicht immer das günstigste Angebot bereit stellt, ist der Trend über das Internet zu bestellen ungebrochen.

In Zweibrücken wurde 2018 speziell für den Einzelhandel ein Kurs angeboten, der über die Möglichkeiten der Digitalisierung für den Einzelhändler informieren sollte. Ich habe mit meiner Frau an diesem Kurs teilgenommen. Wir konnten dabei jedoch den Eindruck gewinnen, dass der Einzelhandel gegenüber den großen Internetanbietern von vorne herein auf verlorenem Posten steht.

Historisch gesehen:

Es ist die Frage, ob der Prozess der Digitalisierung dem Einzelhandel tatsächlich weiterhilft. Wenn wir uns historisch dem städtischen Leben zuwenden, dann ist eins besonders deutlich:

Die Stadt war das Zentrum für den Warenaustausch der Region. Dieses Zentrum bildete in der Regel der Marktplatz. Dort kamen die Erzeuger der meist bäuerlichen Produkte aus der Region zusammen und boten ihre frischen Produkte zum Kauf an. Aber es war auch ein Ort der Begegnung und des Austausches von Meinungen und Neuigkeiten, die im Umkreis passierten. Es fand eine unmittelbare Kommunikation (face to face) zwischen den Menschen statt. Dieser persönliche Kontakt der Menschen untereinander ist ein wichtiger Aspekt in ihren sozialen Beziehungen. Er fördert das gemeinschaftliche verantwortungsvolle Denken und Handeln in einer Gesellschaft.

Die Bedeutung des Einzelhandels

Der Einzelhandel übernahm im Grunde diese Aufgabe der Markthändler, indem er sich als Dauerversorger direkt im Stadtzentrum ansiedelte und eine wichtige Funktion im Warenverteilungssystem zwischen Produzent und Verbraucher erfüllte. Damit kam dem Einzelhandel in diesem Beziehungskreislauf eine spezielle Bedeutung zu.

Hier sollten wir die Vorteile des Einzelhandels vor Ort nutzten und ausbauen. Sah sich der Einzelhändler noch als Einzelkämpfer gegen seine Konkurrenten rechts und links in der gleichen Einkaufsstraße, sollte er heute gemeinsam gegen die mächtig scheinende Internetkonkurrenz auftreten. Uns scheint es dabei wichtig, dass der Faktor als Begegnungsort, Beratungsstätte und Kommunikationszentrum in den Vordergrund gestellt wird. Hier sind die Verantwortlichen der Stadt gefordert und natürlich muss mit dieser Bezeichnung als deutsches Kulturgut auch ein Vorteil für den Einzelhändler verbunden werden. Wenn es um Steuervorteile geht, dann müsste sich die Bundesregierung bewegen. Aber gibt es auch im kleinen Rahmen Möglichkeiten zur Optimierung?

Kleine Verbesserungen – große Wirkungen

Haben wir noch vor einiger Zeit von der Service-Wüste Deutschland gesprochen, ist heute Qualität, Beratung und Fachkompetenz gefragt. Unsere Erfahrung ist, dass es sehr oft von dem Verkäufer abhängt, ob ein Produkt gekauft wird oder nicht. Manchmal fehlt es auch nur an Kleinigkeiten:

Der Kunde hat sich schon entschieden und will kaufen, aber der Verkäufer redet sich um seinen Verkaufsabschluss. Am Ende überlegt sich der Kunde das ganze noch einmal. Regelmäßig versäumt es der Verkäufer den Kunden nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu fragen. Wer nicht weiß, was der Kunde will, kann kein passendes Angebot erstellen. Dabei geht es nicht darum dem Kunden ein Produkt anzudrehen, sondern ihn bei der richtigen Wahl zu unterstützen, so dass er mit einem guten Gefühl und dem richtigen Produkt das Geschäft verlässt. So werden aus Ihren Kunden gute Freunde.

Hier stellt sich die Frage, wie versiert ist der Verkäufer. Der Anspruch auf ein deutsches Kulturgut erfordert eben auch vom Einzelhändler bzw. Verkäufer ein hohes Maß an Fach- und Sachkompetenz.

Wer hier mehr über das richtige Verkaufsgespräch wissen möchte, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Gerne beraten wir Sie generell über Ihr Wohlergehen.

Ihre Seelenarbeiter für gute Gefühle

Peter Schulz und Jannie Burema

Tel. 06332 904755